Biographien
!

Elke Schlegel: 5 Monate und 24 Tage

Frauenzuchthaus Hoheneck - eine Extremerfahrung

ISBN 978-3-95638-205-5

230 Seiten

 

Elke Schlegel geboren und aufgewachsen in Jena. Ab 1983 stellt sie und ihr Mann mehrfach Ausreiseanträge in den Westen und demonstriert mit Jenaer Regimegegnern des „Weißen Kreises". Ihre Ausreise wurde genehmigt, dann verhaftet sie ihr eigener Bruder. Sie wird unter anderem wegen Versuchter Republikflucht und Landesverräterischer Nachrichtenübermittlung zu 18 Monaten Zuchthaus verurteilt, nur um wieder verkauft zu werden. Kontakt zum Sohn war unmöglich. Wegen Mangelernährung wird sie durch die Bundesrepublik freigekauft. Ihr Sohn durfte ein Jahr später nachfolgen. Sie lebt heute in Koblenz. Bei einer beruflichen Weiterbildung sitzt sie unwissentlich in einem Auto mit einer ehemaligen Wärterin aus Hoheneck.

Heute setzt sie sich für eine außer Acht gelassenen Opfergruppen ein „Vergessene Kinder? Die Nachkommen politisch Verfolgter" und arbeitet als Regionalbeauftragte der Union der Opferverbände Kommunistischer Gewaltherrschaft (UOKG) für Rheinland Pfalz.

Gerhard Draws, Johannes Keßler - Schicksal eines Geistlichen in schwerer Zeit

ISBN 978-3-95638-405-9

69 Seiten, Paperback

Hans Coppi: Harro Schulze-Boysen - Wege in den Widerstand

Eine biographische Studie

Vorwort von Robert Jungk

ISBN 978-3-923532-28-5
2. Auflage, 256 Seiten

Harro Schulze-Boysens Auflehnung gegen das NS-Regime und insbesondere seine darin eingeschlossenen Kontakte zur sowjetischen Seite haben nach 1945 eine sehr unterschiedliche Wertung erfahren.

Alwina Klauser-Bock: Heimgefunden über Stock und Stein

ISBN 978-3-95638-116-4

307 Seiten 16,80 Euro

Alwina Klauser-Bock lehrte an der Universität in Omsk. Ihre Vorlesungen im Fach Sprachwissenschaft, theoretische Grammatik. Phonologie, Dialektologie am Lehrstuhl für deutsche Philologie motivierte die Autorin zur sprachwissenschaftlichen Untersuchung. Sie befasste sich mit den deutschen Dialekten im tiefsten Sibirien. Ihre Dissertation ist dem Plattdeutschen gewidmet. Nach der Ausreise nach Deutschland war sie als Mitarbeiterin am Ludwig-Uhland-Institut für Empirische Kulturwissenschaft der Eberhard-Karls-Universität Tübingen tätig. Mit den Ergebnissen ihrer Untersuchungen über die deutschen Dialekte von Spätaussiedlern aus der ehemaligen Sowjetunion trat sie in internationalen Symposien auf.

Der Roman „Heimgefunden über Stock und Stein" ist quasi eine Fortsetzung ihres 2012 erschienenen autobiografischen Romans „Die geliehene Heimat". Alwina Klauser-Bock befasst sich seit ihrem Ruhestand intensiv mit der Erforschung der Auswanderungsgeschichte aus Hessen nach Russland. Sie hat dadurch für sich den Weg erschlossen, Romane zu schreiben, die den Leser berühren werden.

Dem Zug der Auswanderung schlossen sich auch die Ahnen der Autorin an, mütterlicherseits aus Bibertal-Königsberg und väterlicherseits aus Leun. Im Gepäck hatten sie nicht viel, aber Blumensamen war dabei, ein Stückchen Heimat in der Fremde ..." „Sie suchte, fand und fuhr von ihrem Wohnsitz Koblenz aus (in Begleitung ihrer Tochter Marina Lenz) nach Leun." Sie durchwanderten „die Gassen, um ihren Vorfahren gedanklich nahe zu sein"… und „freuten sich über die gemeinsame Entdeckungsreise auf den Spuren ihrer Ahnen in Leun."

Gert Heiland „Wetzlarer Neue Zeitung"

Ferhat Cato: Gerhard Rehberg

Bergmann · Bürgermeister · Schalker

ISBN 3-934795-28-5
184 Seiten, zahlr. s/w. Abb.

Gerhard Rehberg ist ein Phänomen, bescheiden, zurückhaltend und das Gegenteil von dem was einen smarten mediengewandten Politiker von heute ausmacht. Er strahlt Vertrauen aus, ist zuverlässig und eine Vaterfigur nicht nur in seiner Heimatstadt Gelsenkirchen, deren Bürgermeister er mehr als zwanzig Jahre war.

Er war über 10 Jahre Präsident des legendären Bergarbeitervereins, Schalke 04. Auch hier ist er eine Vaterfigur. Ihm verdankt der einstige Skandalclub, daß Ruhe einkehrte und Schalke heute meist nur positive Schlagzeilen schreibt. Apropos Schlagzeilen: die machte er auch früher ohne Schalke – wegen rekordverdächtigen Wahlergebnissen (80 Prozent und mehr), weil er die „olympische Flamme“ von Atlanta u.a. „rettete“.

Das Buch zeichnet neben seiner eigenen Geschichte auch die des Ruhrgebietes und des ganzen Landes nach. Wer sich für Politik interessiert, wie für Heimatgeschichte oder Fußball, erfährt viel über die „Kumpels im Kohlenpott“, das Phänomen „Schalke 04“, sowie Politik- und Gewerkschaftsgeschichte in diesem Buch.